AGRANA hat das Geschäftsjahr 2001/02 mit hervorragenden Ergebnissen abgeschlossen

13 июня 2002 г.

WACHSTUM IN ALLEN BEREICHEN -

Steigerung

  • des Konzernumsatzes um 11 Prozent auf 842,8 m€
  • des Operativen Ergebnisses um 14 Prozent auf 76,0 m€
  • des Konzernjahresüberschusses um 18 Prozent auf 44,3 m€

"Die Agrana-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2001/02 (1.3.2001 bis 28.2.2002) die bislang höchsten Umsatz- und Ergebniszahlen erreicht", berichtet Generaldirektor Johann Marihart anlässlich der heutigen Bilanzpressekonferenz in Wien.

Mit 842,8 (Vorjahr 760,2) m€ hat sich der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent erhöht. Der Zuwachs von 82,6 m€ kommt zu zwei Dritteln aus den österreichischen Unternehmen und zu einem Drittel aus den Unternehmen der Agrana International. Der Umsatz im österreichischen Zuckerbereich wurde um 6,7 Prozent und im österreichischen Stärkebereich um 12,7 Prozent gesteigert. Bei der Stärke hat sich besonders die Kapazitätserweiterung der Maisstärkefabrik Aschach positiv ausgewirkt. 68 Prozent des Umsatzes erwirtschaften die österreichischen Unternehmen, 32 Prozent tragen die Unternehmen in den MOEL bei.

Das Operative Ergebnis konnte um 14 Prozent von 66,7 m€ auf 76,0 m€ gesteigert werden und brachte einen Anstieg der EBIT-Marge auf 9,0 (Vorj. 8,8) Prozent. Der Anteil der MOEL am Operativen Ergebnis beträgt 41,4 Prozent.

Eine 18-prozentige Steigerung brachte der Konzernjahresüberschuss mit 44,3 (Vorj.37,6) m€. Der ROCE stieg von 12,8 auf 14,8 Prozent.

"Diese Ergebnissituation ist Folge sowohl vieler langfristiger strategischer Weichenstellungen als auch kurzfristiger Maßnahmen zur Bewältigung eines zunehmend schwierigeren ökonomischen Umfeldes", so Marihart.

Der Cashflow aus dem Ergebnis wird mit 90,4 (Vorjahr 98,7) m€ ausgewiesen und beträgt knapp 11 Prozent des Umsatzes und damit mehr als das Doppelte der getätigten Investitionen.

Der Hauptversammlung der Agrana Beteiligungs-AG am 12. Juli 2002 wird für das Geschäftsjahr 2001/02 die Auszahlung einer gegenüber dem Vorjahr um 0,21 € erhöhten Dividende von 1,30 EUR pro Stückaktie vorgeschlagen. Der Ausschüttungsbetrag wird daher für 11.027.040 nennbetragslose Stückaktien 14,35 (Vorjahr 12,02) Mio. € betragen.

Rahmenbedingungen
Die EU-Zuckermarktordnung wurde im Mai 2002 erfreulicherweise um fünf Jahre bis 2006 verlängert, allerdings mit Quotenreduktion und unter Abschaffung des Lagerkostenausgleichs.

Der Zucker-Weltmarktpreis hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr stabilisiert, zeigt jedoch zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres aufgrund einer Rekord-Zuckerrohrernte in Brasilien fallende Tendenz. Auch ein schwächerer USD-Kurs ist zu verzeichnen.

Das Westbalkan-Abkommen und die EBA(Everything but arms)-Initiative führen seit dem Vorjahr zu zollfreien Importen in die EU.

Die in die Zielgerade gehenden Erweiterungsverhandlungen der EU mit den MOEL sollten die Beteiligungen der Agrana nachhaltig positiv beeinflussen.

Agrana International
Die Schließung der Zuckerfabrik Acs in Ungarn nach der Kampagne 2001 war der jüngste große Rationalisierungsschritt bei der Magyar Cukor. Sowohl in Ungarn als auch in Tschechien und der Slowakei wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr positive Ergebnisse realisiert. In der Slowakei wurde nach Ungarn, Tschechien und Rumänien im Dezember 2001 die Zuckermarke "Korunny Cukor" eingeführt.

Der Zuckermarkt in Rumänien weist noch tiefe strukturelle Probleme zufolge des ungenügenden Außenschutzes auf, wodurch es zu erhöhten Zuckerimporten kommt. Für den Rohzuckerimport wird seit 1. März 2002 eine 30-prozentige Zollgebühr erhoben. Agrana hat im Herbst 2001 in Rumänien die Zuckermarke "Margaritar Zahar" eingeführt.

Die von der EU angebotenen Zucker- und Isoglucosequoten für Tschechien, Ungarn und die Slowakei liegen nahe an den Erwartungen und bieten als Verhandlungsbasis eine gute mittelfristige Perspektive für unsere 1990 begonnene Oststrategie.

Im November 2002 wurde in Rumänien die Maisstärkefabrik S.C. A.G.F.D Tandarei S.A. erworben.

Laufendes Geschäftsjahr 2002/03
Im österreichischen Zuckerbereich wurden für das Anbaujahr 2002 mit 10.000 Landwirten Kontrakte für eine Anbaufläche von rund 44.600 Hektar abgeschlossen. Die erwartete Rübenmenge liegt mit 2,7 Mio. Tonnen auf Vorjahresniveau.

In Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Rumänien wurden Kontrakte über eine Gesamtrübenmenge von 2,2 Mio. Tonnen Rüben abgeschlossen. Diese Mengen liegen geringfügig über dem Niveau der in der abgelaufenen Kampagne verarbeiteten Rübenmengen; Anbau und Vegetation liegen im langjährigen Durchschnitt.

Der österreichische Gesamtzuckerabsatz in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2002/03 liegt knapp über dem Vorjahr, wobei sich der Haushaltszuckerabsatz geringfügig erhöhte, während der Absatz an die Nahrungsmittelindustrie unter dem Vorjahr liegt.

Im Kartoffelstärkebereich wurden Kontrakte über einen der EU-Kartoffelstärkequote entsprechenden Anbau von 214.000 Tonnen Stärkeindustriekartoffeln abgeschlossen. Erfreulich ist die Verdoppelung der Kontraktmenge im Bio-Kartoffelbereich auf 6.600 (Vorjahr 3.000) Tonnen. Dieser Bereich weist in den letzten Jahren Steigerungsraten von durchschnittlich 50 Prozent auf.

Im Stärkebereich liegen sowohl Absatz als auch Umsatz in den ersten beiden Monaten über dem Vorjahr.

Agrana wird im laufenden Geschäftsjahr in Österreich rund 23 m€ investieren. Davon entfallen auf den Zuckerbereich 14,5 m€, im Wesentlichen für Investitionen in Verpackungsanlagen, Schnitzelpressen, Zuckerzentrifugen sowie in eine Anlage zur Gewinnung von Betain aus Melasse in Tulln. Für die Betaingewinnung wird die Melasseentzuckerungsanlage in Tulln dahingehend umgerüstet, dass es möglich sein wird, Melasse weiter in ihre Inhaltsstoffe zu zerlegen und zusätzlich zu dem in der Melasse noch vorhandenen Zucker Betain in angereicherter Form zu gewinnen.

Im Stärkebereich werden 8,5 m€ in der Maisstärkefabrik Aschach in die erste Ausbaustufe auf 1.000 Tagestonnen Maisverarbeitung und in neue Veredelungstechnologien in Aschach und Gmünd investiert.

In Rumänien wird ab dem Jahr 2002 die Rohzuckerraffination der Agrana primär in der Zuckerfabrik in Buzau konzentriert, in der Zuckerfabrik Roman wird — wie auch bisher — Rübe verarbeitet. Tandarei wird als Lager- und Vertriebsstandort für Zucker und Stärke genutzt und außerdem die neu akquirierte benachbarte Stärkefabrik S.C. A.G.F.D. Tandarei S.A. verwaltungs- und managementmäßig mitbetreuen.

Ausblick
Agrana konzentriert sich im laufenden Geschäftsjahr im Bereich der Handelsaktivitäten - insbesondere im Futtermittelbereich - auf die ertragreicheren Segmente. Dies wird zu etwas geringeren Umsätzen bei zumindest gleicher Ertragslage führen.

Agrana wird alles daran setzen, das im Geschäftsjahr 2001/02 erreichte Ergebnisniveau weiter zu verbessern.

Unter der E-Mail-Adresse info.ab@ Remove this agrana.at sind wir für Sie jederzeit erreichbar.


Kennzahlen der Agrana-Gruppe (nach IAS)

    2001/02 2000/01 1999/2000
UNTERNEHMENS-KENNZAHLEN        
Umsatz Mio. € 842,8 760,2 703,0
Operatives Ergebnis Mio. € 76,0 66,7 47,0
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. € 64,1 51,2 28,0
Jahresüberschuss Mio. € 44,3 37,6

22,0

Cashflow aus dem Ergebnis nach IAS Mio. € 90,4 98,7 58,2
Investitionen in Sachanlagen und
Immaterielle Vermögensgegenstände
Mio. € 29,0 38,2 24,4
Mitarbeiter   4.463 4.753 5.290
EBIT-Marge in % 9,0 8,8 6,7
ROS (Return on Sale) in % 7,6 6,7 4,0
Eigenkapitalquote in % 47,7 44,6 41,4


AGRANA-Kapitalmarktkalender 2002/03 (vorläufig)

Ergebnis für das Geschäftsjahr 2002/03 13. Juni 2002
Hauptversammlung 12. Juli 2002
Dividenden-ex-Tag und Dividendenzahltag 16. Juli 2002
Ergebnis für das erste Quartal 2002/03 17. Juli 2002
Ergebnis für das erste Halbjahr 2002/03 11. Oktober 2002
Gewinn-Messe 17. - 20. Oktober 2002
Ergebnis für die ersten drei Quartale 2002/03 16. Jänner 2003